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Yoga im Winter

Yoga im Winter - Nichts Tun, nur Sein

 

Mehr als zu jeder anderen Zeit sehen wir uns im Winter nach Ruhe, Entspannung, Stille und Langsamkeit.

Wir wollen anhalten. Den Resetknopf drücken.

Und tatsächlich eignet sich auch keine andere Zeit für genau das! Auch aus yogischer Sicht.

 

Im Winter gilt es, innezuhalten, zu verarbeiten, zu sammeln und reflektieren. Wir sollten es uns genau jetzt erlauben, ein bisschen weniger zu tun und ein bisschen mehr einfach nur zu SEIN.

 

Deine körperliche Yogapraxis darfst und solltest du jetzt aufs Wesentliche reduzieren und entschleunigen. Es ist die Zeit für restorativen Yoga, Yin Yoga, sanftes Üben, viele sitzende und liegende Übungen, viele Vorbeugen, tiefer Ausatem, Shavasana. Und natürlich Meditation - vor allem Meditation! Auch wenn du 10 Minuten täglich meditiert hast, hast du Yoga geübt. Die Meditation (Sanskrit: Dhyana) ist ein unglaublich wesentlicher Bestandteil der Yogapraxis.

 

Auch wenn du (eigentlich ganz besonders dann!) normalerweise gern dynamisch, temporeich und schweißtreibend Yoga übst, traue dich zumindest für ein paar Tage, den Druck rauszunehmen.

 

Hier sind drei regenerative Übungen, die gut tun:

Supta Baddha Konasana - Der liegende Schmetterling

 

Supta Baddha Konasana ist ein regenerativer Hüftöffner, den du nach einem langen Tag wunderbar üben kannst.

Thema hier ist: ich bin getragen, darum darf ich mich vertrauensvoll öffnen.

Du kannst auf deiner Yogamatte oder auch in deinem Bett üben.

Und so gehts: Setz dich aufrecht hin und stell deine Füße vor dir auf, die Fußinnenkanten berühren sich. dann leg die Fußsohlen aneinander und lass dich sanft nach hinten gleiten in die Rückenlage. Wenn der Druck in den Hüftbeugern oder in den Leisten zu stark ist, legst du dir einfach unter jedes Knie ein Kissen. Für die wunderbar gemütliche Yin-Variante schnapp dir am besten ein Yogabolster oder eine Decke, die zu länglich zusammenrollst oder einfach ein oder mehrere Kissen. Achte darauf, dass du vom Steißbein bis zum Scheitel auf dem Hilfsmittel liegst. Damit der Kopf nicht zu sehr nach hinten unten wegsinkt, lege dir entweder ein zusätzliches Kissen oder einen Yogablock unter den Kopfbereich.

Deine Hände kannst du entweder ganz weich auf deinen Unterbauch legen. Wenn du mehr Öffnung im Herzraum haben magst, lege deine Arme wie Vogelschwingen zu den Seiten ab.

 

Bleibe 3 bis 10 Minuten in Supta Baddha Konasana, am besten mit geschlossenen Augen.

 

Balasana - Die Kindhaltung

 

Balasana ist der Klassiker der Entspannungshaltungen im Yoga.

Setz dich auf die Fersen. Öffne deine Knie so weit, wie es dir angenehm ist, gerne bis zu mattenbreit. Setz deine Hände vor dir ab und wandere mit den Händen weiter nach vorne. Lege den Oberkörper sanft Richtung Boden ab, lass die Stirn zum Boden sinken. Wenn der Boden zu weit weg ist, lege dir eine gefaltete Decke unter. Die Arme liegen entweder ganz entspannt nach vorne ausgestreckt (weiche Gelenke, die Arme nicht langstrecken!) oder du legst sie nach hinten ab, die Handflächen sind dann nach oben Richtung Himmel geöffnet.

Damit der Nacken schön lang und entspannt bleibt, lege eher den Haaransatz auf dem Boden ab, anstatt die Mitte der Stirn.

 

Bleibe 1 bis 5 Minuten in der Kindhaltung, schließe deine Augen und schick den Atem tief in den Bauch und in die Rückseite deines Körpers.

 

 

 

Shavasana - Entspannung

 

Es gibt ja Yogis, die tatsächlich hin und wieder Shavasana schwänzen und sich vor der Schlussentspannung rausschleichen. Geht gar nicht! Shavasana ist das Sahnehäubchen der Yogapraxis. In Shavasana entfaltet sich alles, was du geübt hast, in diesem Rebound erntest du, was du gesät hast.

Im Winter darfst du es mal umgekehrt machen: verzichte auf die dynamische Praxis und gehe gleich über zu Shavasana :-)

 

Lege dich auf den Rücken, sorge dafür, dass du es weich und warm hast. Richte dich entlang deiner Mittelachse so aus, dass dein Hinterkopf und die Mitte deines Beckens in einer Linie sind. Lass die Füße locker zu den Seiten fallen. Lege die Arme locker ab, die Schultern liegen weich, breit und schwer. Öffne die Handflächen nach oben. Schließ deine Augen und lass dich tragen. Gib mit jedem Ausatem Anspannung ab, lockere den Griff, der dich hält - außen wie innen.

 

Wenn du dich durch Shavasana führen lassen willst, besorg dir meine CD: https://www.lovelyspirit.de/lovelyshop/

Hier gibt es ein langes Shavasana!

 

Viel Spaß!