Was mir wichtig ist - nicht nur in Zeiten der Pandemie

Ich beobachte in der Yogaszene seit geraumer Zeit (und momentan wieder sehr ausgeprägt) eine immer größer und wilder werdende Tendenz zu Verschwörungsmythen, Querdenkertum, eine irritierende Offenheit nach rechts und wachsender Unsolidarität.

Diese Kräfte schlummern schon immer in der Community, aber die Pandemie, die uns nach nun mehr als einem Jahr ausgelaugt und erschöpft hat, bringt sie sehr deutlich ans Licht, weil sie von uns allen ein hohes Maß an Geduld, Solidarität und die Fähigkeit zur Reflexion erfordert. Da steigen manche (viel zu viele) halt doch irgendwann aus.
Ich bin extrem müde von überheblichem esoterischen Getue, hinter dem sich meistens knallharte Ich-Bezogenheit und harte Aggression verstecken.
Ich möchte mich hier und jetzt nochmal ganz deutlich von dieser Linie abgrenzen - auch auf die Gefahr hin, disliked zu werden.

Auch mich nervt die Pandemie kolossal.
Auch ich bin erschöpft, wütend und langsam durch.
Auch ich verstehe nicht alle Maßnahmen, die getroffen werden, um das Virus einzudämmen. Manche finde ich nicht wirklich sinnvoll, andere schon.

ABER: ich gehe nach wie vor den Weg mit und bleibe solidarisch.


Auch wenn (gerade weil!) ich jeden Tag auf meine Yogamatte hüpfe, halte ich mich weder für besonders noch für auserwählt. Ich glaube nicht, dass hinter der Krise ein großer diktatorischer Plan steht, den nur wenige (besonders erleuchtete) von uns durchschauen.

 
Ich lehne die derzeit in der Yogaszene so verbreiteten Formen von Realitätsverleugnung, Verschwörungsmythen und Sozialdarwinismus in aller Deutlichkeit ab.
Wir alle können jederzeit erkranken, und niemand weiß, wie unser Körper damit fertig werden wird - egal ob wir Yoga machen, ob wir alt oder jung, vegan or not sind, ob wir meditieren, Sport treiben, richtig atmen oder nicht.

Ich wünsche mir weiterhin eine solidarische Gesellschaft.

Noch viel mehr Infos und Anregungen zu diesem Thema findest du bei den klugen und nimmermüden Menschen von #Shantifa_yogisgegenrechts